Mantinghausen 2015

Mit Kind und Kegel auf Lippe-Tour

HILDEN. Die Mitglieder des Kanu-Club Hilden sind nicht nur zu Wettkämpfen  in ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland unterwegs, sondern pflegen auch generationenübergreifend das Wasserwandern. Schulferien und lange Wochenenden werden gerne für mehrtägige Familienfahrten genutzt, bei denen nicht nur gemeinsam gepaddelt, sondern auch gecampt und gekocht wird.

Nach der Osterferientour nach Frankreich stand  über die Pfingsttage die traditionelle  Familienfahrt nach Mantinghausen an der Lippe auf dem Programm. Dort sind die Hildener zu Gast bei einem befreundeten Kanuverein, auf dessen Wiese sie ihre Zelte und Wohnwagen aufstellen. In diesem Jahr wurden sie von drei Jugendlichen der Hulda-Pankok-Gesamtschule aus Düsseldorf begleitet. Die KCH-Mitglieder Anja und Andreas Halfmann leiten dort eine Kanu-AG und wollten ihren Schützlingen mal etwas Besonderes bieten.

 

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Die jungen Paddler waren mit ihren Betreuern schon frühzeitig angereist und bauten fix ihre Zelte auf. Sie konnten es kaum erwarten, in der Esbecker Schnelle das Kehrwasserfahren sowie – für Notfälle -  richtiges Verhalten beim Kentern und beim  Schwimmen in der Strömung  üben zu können.  Abends heizten die Gastgeber vom TUS Mantinghausen dann den großen Grill an und luden ihre  Gäste zum gemeinsamen Essen ein.

Das Fahrtenprogramm an den darauf folgenden Tagen gestaltete sich abwechslungsreich: Am Samstag wurden nach dem Frühstück auf die Lippe „km gemacht“. Einige der jungen Mitpaddler fuhren von Sande 20 km bis Boke, einige schafften die ganze Strecke zurück bis nach Mantinghausen.  Am Sonntag führte die Tour von Mantinghausen  über zwei befahrbare Wehre nach Esbeck, wo eine kleine Übungsstrecke zum Traversieren und zu Übungen im Kehrwasser einläd. Zum Abschluss trauten sich die Jüngsten dann noch, in dem wirklich kalten Wasser auch zu schwimmen. Besonders präzises Paddeln war am letzten Tag auf der Heder gefragt. Dieser Kleinfluss ist gerade mal so breit, wie ein Boot lang ist. Außerdem müssen die Kanuten unter extrem niedrigen Brücken und Büschen, die über dem Wasser hängen,  drunter her paddeln. Da ist die Kentergefahr groß. Aber alle meisterten die Herausforderung souverän.

„Not amused“ waren die an sich wasserfesten Kanuten allerdings, dass sie ihre Zelte anschließend im Regen abbauen mussten.  Dennoch war es alles in allem mal wieder eine gelungene Tour der Wanderfahrer, an der jung und alt ihren Spaß hatten.

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Letzte Änderung am Freitag, 19 Juni 2015 20:23
Juni 19, 2015